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Praxis für den Wandel

Eva Daubert

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Was soll an Contactimprovisation politisch sein?

16.03.2018

Die Welt ist in einem großen Wandlungsprozess inbegriffen. In allen Bereichen der Gesellschaft, sei es ökologisch, sozial oder wirtschaftlich wird klar, dass wir an den Grenzen unserer Kapazität anlangen und die alten Mechanismen mit ihrer Ausrichtung auf Wachstum uns nicht helfen können, die aktuellen Probleme zu lösen. Wenn wir an die Wurzel dieser Mechanismen blicken, wie es beispielsweise Charles Eisenstein in seinem Grundlagenwerk "Renaissance der Menschheit" tut, erkennen wir, dass es vor allem die Grundannahme ist, dass wir voneinander getrennte Individuen seien, die in einem feindseligen Universum versuchen zu überleben. Ausgehend von diesem Menschenbild ist es klar, dass Kontrolle das Mittel der Wahl ist, um das Überleben zu sichern.

Deswegen benutzen wir Pestizide, um Schädlinge zu dezimieren, Lehrpläne und Noten, um den Lernprozess unserer Kinder vermeintlich sicher zu stellen und Strafmaßnahmen, um das soziale Miteinander in den Griff zu bekommen.

Die Welt ächtzt unter den Folgen dieses alten Paradigmas und gleichzeitig erscheinen Ideen, Werkzeuge und Prinzipien, die von einem neuen Paradigma ausgehen, nämlich, dass wir alle miteinander verbunden sind. Mitten in Berlin entstehen Permakulturgärten, die von einem tieferen ökologischen Verständnis ausgehen, Eltern organisieren freie Schulen, wo die Kinder selbstbestimmt, ihren Neigungen folgend lernen können und unzählige "soziale Technologien" werden geboren, die ein tieferes Verstehen voneinander ermöglichen.

Als ich 2014 durch meine Freundin und Kollegin Heike Pourian auf die Arbeit von Charles Eisenstein aufmerksam wurde erkannten wir beide, dass die Contact Improvisation einen Erfahrungsraum für eben diese neue Haltung bietet. Denn im Tanz wird klar: das was wir gemeinsam kreieren können übersteigt bei Weitem die Möglichkeiten des Einzelnen. Dabei kommen wir mit dem Wunsch zu kontrollieren jedoch nicht weit. Hier geht es vielmehr um Hingabe, Loslassen, Lebendigkeit erlauben, wach sein und geschehen lassen. Diese neuen Fähigkeiten erleben und spüren wir unmittelbar in unserem Körper und ich glaube, dass diese Verankerung des neuen Paradigmas in uns Selbst dazu beitragen kann, dass wir auch in unserem täglichen Leben neue Wege gehen, die dazu beitragen, dass der Wandel in der Welt eine Richtung einschlägt, die dem Leben dient.

​Um diese Idee zu verbreiten haben wir ein neues Format kreiert.

"Zu schön, um wahr zu sein..." der getanzte Vortrag.

Wir tanzen Contact Improvisation. Wir halten einen Vortrag. Gleichzeitig.

Die Zusehenden im Kreis um uns sehen, hören und spüren,was es heißen könnte, in einer Welt zu leben,

von der unsere Herzen wissen, dass sie möglich ist.

Wir benennen Gefühle, Gedanken, die in uns entstehen. Ohne zu wissen, was geschehen wird. Die Zusehenden sprechen aus, was sie bewegt, wir hören, tanzen, machen sichtbar, gießen das Gesprochene in Bewegung. Jedes mal neu.

Mittlerweile wurde der getanzte Vortrag, in unterschiedlichen Besetzungen, schon 25 mal getanzt, auf Konferenzen, Schenkkultur Tragen, bei Transition Town Bewegungen und Gemeinschaftsprojekten. Wenn du uns einladen willst, den Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung zu zeigen, findest du hier weitere Informationen. Wir freuen uns riesig, dass der getanzte Vortrag die Herzen so vieler Menschen erreicht.

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